Bella Italia

Mit der Fähre von Griechenland nach Italien, was für ein Abenteuer.....

Wir sind angekommen.....

 und Freunde die wir in Rumänien kennengelernt haben, sind in den Herbstferien nach Süditalien gekommen um mit uns gemeinsam einige wunderschöne Tage zu verbringen!
Auch wir haben in diesen zwei Wochen "Ferien" gemacht und uns dank Birgits engagierter Vorbereitung  ganz wunderbare Orte angesehen!

Vom Stiefelabsatz bis zur Sohle- Apulien, Basilikata und Kalabrien

Kurz nach unserer Ankunft in Brindisi und einem einsamen Aufenthalt an der wunderschönen Felsküste trafen wir in Torre Canne auf Birgit und Detlef mit ihren Kindern Luca und Alice. Wir bezogen Quartier auf einem Stellplatz und verbrachten die Zeit mit erzählen, grillen und Stadtbesichtigung inklusive Eis essen... Außer ein paar Italienern war der Campingplatz in der Nebensaison fast leer. Die Italiener, die dort waren, verbrachten alle ihre Zeit mit Oktopus jagen. Für uns alle sehr interessant zu beobachten, zogen sich Männer ihre Taucheranzüge an und verschwanden dann mit riesiger Harpune und Tauchboje im Meer. Beim Spaziergang an der Küste entlang entdeckten wir etliche Hobbyjäger im Wasser, die mit ihren hell leuchtenden Bojen gut zu erkennen waren. Schlussendlich konnten wir ebenso beobachten, wie der Fang etliche Zeit auf dem Felsen "weich" geschlagen und somit grillfertig gemacht wurde.
Unsere Stellplatznachbarn hatten anscheinen so viel Mitleid mit den verendeten deutschen Geschmacksknospen, dass sie uns einen Teller mit selbst erlegten und frisch gegrillten Meeresfrüchten brachten....

Anschließend besuchten wir Alberobello mit seinen sogenannten Trullihäusern. Diese herrlich kleinen, weiß getünchten Häuschen haben allesamt ein rundes Steindach mit verschieden Symbolen auf der Dachspitze. Sie dienten als Lager- und Wohnhaus, in denen früher  ganze Großfamilien wohnten. Heute befinden sich darin hauptsächlich Geschäfte und Restaurants oder Hotels. Eines konnte man allerdings noch besichtigen um sich ein Bild davon zu machen, wie man in so einem Haus wohl gelebt hat. Eine wirklich einzigartige Stadt.

Einen weitern Halt machten wir in Ostuni. Prächtig auf einer Bergkuppe gelegen präsentiert sich die Stadt umgeben von einer mächtigen Stadtmauer in ihrem weißen Glanz. Wir schlenderten durch die malerischen, engen Gässchen und genossen das italienische Flair, das wirklich so einzigartig ist. Italien ist einfach lieblich. Ganz anders als in unseren zuvor besuchten Ländern wird hier wieder viel mehr Wert auf eben das "dolce vita" gelegt. Kunst und Kultur werden an jeder Ecke sichtbar, die Städte und Dörfer sind mit ihren alten Häusern, den vielen bunten Pflanzen und der an wirklich jedem Balkon zum trocknen aufgehängten Wäsche immer wieder eine echte Freude!
Was sich allerdings absolut nicht geändert hat ist der Müll, der wirklich überall herumliegt. Was die sonst so auf gepflegtes Aussehen getrimmten Italiener dazu bewegt ihren Müll an Ort und Stelle zu hinterlassen, ist uns schleierhaft. Erschreckend sind die vielen illegalen Müllkippen die man - wie in Griechenland auch - an vielen Berghängen findet. Überall dort, wo die Straße an einem Abhang Platz zum halten bietet, wird Müll sämtlicher Art den Hang herunter geschmissen... Man könnte sagen ."aus dem Auto, aus dem Sinn". Aber so ist das nun mal. Müll gehört einfach dazu.

Wir besichtigten anschließend noch die Stadt Otranto. Mit einem mächtigen Castello ausgestattet und sofort am Meer liegend, war auch diese Stadt herrlich italienisch und punktete außerdem mit schönen Wanderwegen oberhalb der Felsküste entlang.

Auf unserer Reise zur Absatzspitze machten wir noch an wundervollen Felsküsten und der sogenannten "Poesiegrotte" halt. Das wirklich glasklare, türkisblaue Wasser hat an vielen Stellen über Jahrhunderte derart schöne Felsformationen geformt, dass man aus dem Staunen fast gar nicht mehr herauskam. Uns haben sich Bilder geboten, wie zumindest ich sie zuvor nur von Postkarten kannte....
Ein weiterer Stop in der Grotte Zinzulusa führte uns mit einem Guide in eine vom Meer zu erreichende Tropfsteinhöle. Diese wurde allerdings nicht vom Meerwasser, sondern von zwei Flüssen ausgewaschen, was dazu führte, dass sich heute noch in ihrem Inneren Süßwasserseen befinden. Diese dienten Menschen bereits vor langer Zeit als Trinkwasserreservoir und führte traurigerweise auch dazu, dass -auf der Suche nach Trinkwasser- der ein oder andere in Löcher der dunklen Höhle stürzte und dort verendete. 

Am südlichsten Punkt des Festlandes angekommen führte uns unsere Route nun wieder nordwärts und endete vorerst auf einem Stellplatz an einem wundervollen, weißen Sandstrand, den wir zum baden und paddeln benutzen konnten. In Acht nehmen musste man sich hier allerdings vor Stechmücken, die in der Dämmerung auf Jagd gingen .... Fast jedes Paradies hat auch ein kleines "aber". Mit Hilfe von Spray und Räucherkerzen bekamen wir die Lage allerdings wieder ganz gut in den Griff! Hier wäre eindeutig ein guter Ort zur Vermarktung von Insektenschutzgittern!

Nach zwei Tagen rafften wir uns auf und nahmen Kurs auf die uralte Höhlenstadt Matera. Recht originell fand Birgit einen tollen Stellplatz auf einer ehemaligen Kartbahn. Dessen Inhaber Gianfranco ( sich selbst "Spaghetti" nennend ) begrüßte uns mit "Kartoffel" ( ich ), "Knödel" ( Rainer ) und "Piefke" ( Birgit und Detlef ) und chauffierte uns mit seinem prächtigen Humor und seiner lässigen Art ins Zentrum von Matera. Zum Glück, denn das wäre mit den Bussen definitiv nicht möglich gewesen!
Matera, auch als "Höhlenstadt" bezeichnet, hat uns alle wirklich umgehauen. Die gesamte Altstadt besteht aus den "Sassi". Diese höhlenartigen Häuser, waren noch bis in die 1960er Jahre bewohnt und galten als Schandfleck Italiens. Es folgte eine Zwangsumsiedelung der Bewohner in neuere Randbezirke und die Höhlenhäuser wurden zum Großteil zu Läden, Restaurants und Hotels umfunktioniert. Wohl erst hiermit wurde die Einzigartigkeit dieser Stadt erkannt und Matera wurde zum Unseco Weltkulturerbe ernannt. Man könnte ewig durch die, in die Schlucht gehauenen Gassen schlendern.... Sehr eindrucksvoll zeigte sich auch der Teil Materas, der unter der Erde liegt. Die Stadt hat insgesamt 5 riesige unterirdische Zisternen, die die Wasserversorgung sicherten. Eine davon ist für Interessierte begehbar und zeigt das ganze Ausmaß und verdeutlicht, wieviel Arbeit es gewesen sein muss, diese großen Räume in den Tuffstein zu hauen. Ebenso interessant ist ein Museum, welches in einer der Höhlen untergebracht ist und detailgetreu zeigt, wie bis vor 100 Jahren noch darin gelebt wurde. Die gesamte Familie samt Esel zur Bewirtschaftung des außerhalb der Stadt gelegenen Ackers hatte in einer Höhle Platz. Selbst frisches Wasser wurde in einem Rohrsystem durch die Höhle geleitet.  Einen ganz speziellen Blick auf die Stadt erhält man, wenn man die abenteuerliche Schlucht samt Hängebrücke passiert um auf der anderen Seite wieder herauf zu kraxeln. Von dort aus kann man den Sonnenuntergang genießen, der diese uralte Stadt nochmals in einem ganz andern Licht erstrahlen lässt.... Aber auch hier hat das Paradies eine Kehrseite.. In diesem Fall für Birgit, die auf den spiegelglatten Steinen der Wege ausgerutscht und sich die Hand verstaucht hatte... Das führte uns beide dann noch mit Gianfrancos Schwester  zum Krankenhaus von Matera. Wie auch in Deutschland hieß es erstmal warten, bis die Entwarnung kam: "nicht gebrochen"! 
Wieder zu Hause stellte sich allerdings heraus, dass sie sehr wohl gebrochen war--- Nun gut, Birgit war tapfer und ließ sich die Reiselust nicht verderben!

Wir  besichtigten auf dem Weg zu unserem letzten gemeinsamen Ziel am ionischen Meer noch die Geisterstadt Craco.  Diesen Tipp gab uns Gianfranco und wir wurden für die etwas abenteuerliche Anfahrt belohnt. Die Stadt, die wie ein Adlerhorst auf einer Bergkuppe klebt fällt Stück für Stück der Erosion zum Opfer. Leider kann man sie nicht mehr begehen und muss sich mit dem Anblick vor Absperrungszäunen zufrieden geben. Aber auch dieser reicht aus um sich ein Bild von der Kraft der Natur machen zu können. Die Einzigen heutigen Bewohner sind noch ein paar Esel, die , ganz zur Freude der Kinder, freudig auf den Bauruinen herumspazieren...

Die letzten beiden gemeinsamen Tage dieser schönen Zeit ließen wir auf einem regelrechten "Rentner-Überwinterungs-Campingplatz" ausklingen. Anfangs waren wir uns nicht ganz sicher, ob das mit unseren vier Kindern und Dackel so passt, erlebten allerdings durchaus nette und entspannte Menschen. Letztendlich lernten wir auch hier noch eine nette Familie kennen, die mit ihrem Sohn gerne und viel reist....
Wir genossen es eine ( außerhalb der Saison äußerst seltene ) geöffnete Bar und kleinen Campingladen zur Verfügung zu haben und ganz zur Freude der Kinder, gab es passend zu Halloween eine kleine Halloweenparty im Campingplatzrestaurant. Mit allem, was der Verbands- und der Malkasten zur Verfügung hatte, haben wir uns dem Halloweenmotto angepasst und schwangen zu guter Letzt sogar das Tanzbein zum wirklich gelungenen Livegesang! 
Einen Tag packten wir nochmal die Wanderstiefel aus und fuhren gemeinsam nach Civita um zur sogenannten Ponte del Diavolo " Teufelsbrücke" zu kraxeln. Der Weg führte uns vom Bergdorf die Schlucht hinauf und hinter der Brücke wieder stetig bergauf.. Auch wenn wir fast alle mächtig fluchten, weil es steil und wirklich warm war, hat uns die Aussicht auf die Schlucht wirklich sehr begeistert. Die Kinder lernten ein echtes Echo kennen und als i-Tüpfelchen kreiste noch ein Adler über unseren Köpfen. Mit anschließend einsetzendem Hunger mussten wir wieder einmal realisieren, dass in Italien zwischen 13 und 17 Uhr Siesta ist und wirklich nichts und niemand geöffnet hat!!! Geschweige denn, dass man irgendwo etwas zu essen bekommt. Das geschieht nirgends vor 19 Uhr. Für unsere deutschen inneren Uhren absolut nicht machbar... Aber Gott sei Dank gibt es fast überall einen Lidl......
 Am nächsten Tag konnten die Kinder noch ein letztes Mal im Meer schnorcheln und schwimmen, wir konnten noch einen letzten gemeinsamen leckeren Cappuccino und ein gefülltes Croissant genießen und dann hieß es nach 13 schönen Tagen Abschied nehmen. Erstmals seit wir in Italien waren regnete es und wir puzzelten uns wieder in unseren "Reisealltag" hinein..... Die Ferien waren nun auch für uns vorbei und mit neuen Missionen ziehen wir alleine weiter...
 

Alberobello mit den Trullihäusern


Ostuni

Tropfsteinhöhle und Strand


Matera


Geisterstadt Craco


Vorm übersetzen nach Sizilien machen wir noch Halt in einem Bergdorf im Süden Italiens - Tiriolo und bei einem Agriturismo Landgut das Stellplätze für Wohnmobile zur Verfügung stellt.

Auf 700m Höhe merken wir, es geht auch im Süden dem Winter entgegen. Ein nettes kleines gastfreundliches Dorf mit sehr netten Bewohnern und einer tollen Sicht auf zwei Meere, auf das Tyrrhenische und Ionische Meer. 
Typische süditalienische Küche im Ristorante -einfach lecker.

Bei unseren Stops lernen wir eigentlich fast immer, super nette Leute und Familien kennen. Bei Rudi Agriturismo eine Familie aus Erlangen mit 3 Kindern, im Alter wie unsere Beiden, ebenfalls auf Jahresreise und für alle fünf war der Tag gerettet.

Ein Snack zum Nachtisch fast ohne Kalorien...

Sizilien wir kommen.......

Unglaublich vielfältig und entgegen der Erwartung haben wir ein sicheres Gefühl, Palermo nennt sich selbst die "sicherste Stadt Italiens".

Der Etna, fast 3.000m hoch und immer eine Rauchfahne... und um diese Jahreszeit auch eine schneebedeckte Kuppe.

Milazzo unser erster Halt auf Sizilien

Schon 1154 n. Chr. schriftlich als Festung erwähnt und super erhalten ein imposanter Eindruck. Fast gigantisch Groß, mit riesigen Mauern.
In der Burg sind heute auch Künstler untergebracht und ein Museum für Umweltschutz, besonders des Meeres.

Der Magen des ausgestellten Skelett war beim Fang fast vollständig mit Plastikmüll gefüllt und in der Schwanzflosse hatte sich ein Thunfischnetz verfangen - damit war er natürlich ein leichter Fang. Das oben gezeigt Bild ist das Ergebnis eines einzelnen Sammeltages an nur knapp über 100m Strand.........

Castelbuono

Eine kleine Stadt in den Bergen Siziliens - mit einem voll erhaltenem Castello, einer lebendigen Innenstadt und dem besonderen Etwas....  die Müllabfuhr kommt mit dem Esel, da die Straßen zu eng auch für die kleinsten LKW sind.
Die Wälder in den Bergen sind sehr Wildreich , ein Foto eines kapitalen Riesenhirsch haben wir leider nicht hinbekommen - der war zu schnell - nur der Dankel ist hinterher und war eine halbe Stunde nur entfernt zu hören.
Stechpalmen die bei uns winzig sind, sind hier ausgewachsene Riesenbäume.

Palermo

Nach einem kurzen Zwischenstop an der Küste  in Cefalu sind wir mitten in Palermo der Hauptstadt Siziliens. Was für eine Stadt!!!

Henry hat über Palermo einen Bericht verfasst, bitte auf Henry`s Seite lesen.

Südlich San Vito Lo Capo

.... die Karibik Siziliens mussten wir leider verschieben, da ein Sturm mit über 100Km/h Wind angesagt war und auch kam. Auf unserem Ausweichstellplatz trafen wir eine Familie auf Reisen mit 4 Kindern und wir verbrachten mit diesen knapp über eine Woche an einer Saline. Auch die Kinder durften jeden Vormittag die "Schulbank" drücken, was es für alle einfacher machte.
Wie sehr sich das Auge täuschen lässt, zeigen die Bilder vom "Ufo und Brand".

Ein ganz besonderer Stellplatz bei Mama Colett

Ein tolle Frau die super kochen kann und eine noch bessere Gastgeberin.......

Hafenstadt Sciacca

Unglaublich schöne Stadt mit den meisten Fischerbooten auf Sizilien

Museum bei Sciacca Castello Incantato

.... tausende Gesichter und Köpfe geschaffen von einem einzigen Künstler. Es ist nicht zu fassen dass das alles in einem Leben geschaffen wurde....

EinStrand zum Träumen und wohlfühlen

an der Südküste mit einem der wenigen, noch geöffneten Lido`s mit tollen, frischen Fischgerichten.

Licata

Hafenstadt mit 40.000 Einwohnern und einer Fährverbindung nach Malta
und das wichtigste... die beste Eisdiele Siziliens. Etwas besonderes, die Sizilianer essen Eis im Brötchen.
Bemerkenswert, der unglaublich große Friedhof. Die Gräber sind alle oberirdisch und die Familiengräber fast so groß wie ein Einfamilienhaus und zum Teil richtig pompös.
Die Lieblingsbeschäftigung der Jugendlichen ist Feuerwerk zu jeder Tageszeit und egal wo.

Noto

Durch ein Erdbeben 1693 komplett zerstört, wurde ab 1703 die Stadt im sizilianschen Barock 10km weiter kompl. neu aufgebaut und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Und nun wissen wir auch wo der Limoncello herkommt.... Hier gibt es "nur" Zitronenbäume...... soweit das Auge reicht.
Eine Krippenlandschaft in einer der vielen Kirchen ist vollständig gehäkelt. Was für eine Arbeit. In dieser Kirche konnten wir eine Wendeltreppe mit einer Stufenbreit von knapp 50cm  auf den Glockenturm steigen und hatten eine tolle Aussicht auf die barocke Stadt.

Weihnachten und Silvester auf Sizilien

Wir sind wieder zurück zu Mammacolette und haben ein Haus B&B gemietet.
Nun nachfolgend einige Eindrücke für diese schöne Zeit.
Henry hat über die Weihnachtsferien mit Oma ausführlich berichtet!